Stift Göttweig 2007
Auch 2007 wurde Göttweig wieder ein Magnet. Über 600 Bikes und noch mehr Menschen fanden sich auf den Berg zusammen, um Gottesdienst zu feiern, um Gott um seinen Segen zu bitten und BITTE! und DANKE! zu sagen.




Hier noch die Gedanken zum Sonntagsevangelium:
Aus dem Evangelium nach Johannes:
"Jesu Fürbitte für alle Glaubenden"
16:20 Aber ich bitte nicht nur für diese hier, sondern auch für alle,
die durch ihr Wort an mich glauben.
21 Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen
auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.
22 Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast; denn
sie sollen eins sein, wie wir eins sind,
23 ich in ihnen und du in mir. So sollen sie vollendet sein in der Einheit,
damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt hast und die Meinen ebenso geliebt
hast wie mich.
24 Vater, ich will, dass alle, die du mir gegeben hast, dort bei mir sind, wo
ich bin. Sie sollen meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast, weil
du mich schon geliebt hast vor der Erschaffung der Welt.
25 Gerechter Vater, die Welt hat dich nicht erkannt, ich aber habe dich erkannt
und sie haben erkannt, dass du mich gesandt hast.
26 Ich habe ihnen deinen Namen bekannt gemacht und werde ihn bekannt machen,
damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen ist und damit ich in
ihnen bin.
Ich habe heute nur vier kurze Gedanken für euch:
1.) Die Botschaft Jesu für diesen heutigen
Sonntag ist in der Bibel überschrieben mit der Überschrift: „JESU
FÜRBITTE FÜR ALLE GLAUBENDEN“
Ich denke das erste, was wir daher heute als Botschaft Jesu für uns ablesen
dürfen, ist dass er sich einsetzt für uns und zwar nicht bei einem
"no-name", der eh nix weiterhelfen kann, sondern beim Omnipotent,
beim Big Boss, sozusagen. Er, dieser Jesus macht sich für dich stark beim
Sager.
2.) Jesus spricht in dem Text mit Gott, wie
zu einem anderen Menschen, wie zu einem sehr vertrauten Menschen. Er spricht
ihn an mit Abba, das heißt soviel wie „Papi“ oder „Vati“.
Er sagt also Vati, ich will, dass du auf die aufpasst, die zu mir halten. Hilf
ihnen zusammen zu stehen, so wir, eins zu sein, so wie wir das sind. Jesus spricht
seine Bitten aus, so wie sie im in den Sinn kommen, er bittet um das, was ihm
jetzt gerade wichtig und richtig scheint. Ich lade euch ein, im Anschluss an
das Glaubensbekenntnis das genau so zu tun.
Normalerweise habe ich immer Bitten für euch geschrieben. Hoffentlich habe
ich damit manchmal auch eure Bitten erraten, aber ich denke, als Christen dürfen
wir den Mut haben, selber zu reden, selber zu sagen, worum wir den „Vati“
bitten wollen. Also denk kurz nach, was dir ein echtes Anliegen ist, und komm
gleich nach der Predigt zu mir herauf und sprich es aus. Wir werden deine Bitte
alle bekräftigen mit unserer Hupe.
3.) Jesus spricht in dem Text wieder vom Erkennungszeichen,
der Christin und des Christen. Das hat er schon früher einmal gemacht.
Und sehr deutlich sein Anliegen dargelegt. Das Erkennungszeichen für uns,
sind nicht die Rosenkränze auf den Autospiegeln und auch nicht die Kreuze,
die wir uns um den Hals hängen oder in die Haut tätowieren lassen,
so sehr diese Dinge auch ein Zeugnis als Christ sind. Das Erkennungszeichen
aber, das ist, dass wir uns umeinander kümmern, sehr hoch ausgedrückt,
dass wir Liebe füreinander haben. Daran werden die anderen wirklich erkennen
können, dass wir zu diesem Christus gehören, wenn wir miteinander
so umgehen, wie er mit uns umgegangen ist. Er hat die leisen gehört, Zeit
gehabt für die Langsamen, die schon zurück geblieben sind, für
die Kranken nahm er sich Zeit und für die, die als Sünder, Nichtsnutze
und Parasiten abgestempelt worden sind. Für die die außerhalb des
Dorfes leben mussten, weil sie unangepasst waren. Die Frage die er uns vielleicht
am Ende vorlegen wird, ist nicht wie viele Sünden hast du begangen, sondern
wie viel Liebe hast du für die Schwachen, die Kleinen die Unmündigen,
die Entrechteten gehab.
Hast du die Besucht, die Krank waren, die Eingesperrt waren, hast du von dein
Jausenbrot geteilt, wenn der Kumpel neben dir vergessen hat, was mitzunehmen.
Nicht die Kreuze also weisen uns als Christin und Christ aus, sondern der Blick
für das DU.
Und ein letzter kurzer Gedanke noch:
4.) Im Evangelium hat Jesus gesagt: „Und ich habe ihnen die Herrlichkeit
gegeben, die du mir gegeben hast“ In der Taufe hat die Kirche uns diese
Herrlichkeit Jesu übergeben. Wir sind für Gott nicht eine Nummer,
ein Rädchen, oder eine Spielfigur für das Weltgeschehen. Wir sind
für ihn mehr als nur Menschenkinder, die Würde und unantastbare Rechte
besitzen. Jesus hat uns in der Taufe zu seiner Schwester und zu seinem Bruder
gemacht. DU bist ihm nicht nur wichtig, dich liebt er, wie seinen eigenen Sohn.
AMEN
DANKE!