Die Segnung am Ratzersdorfer See 2004
In einem deutlich kleineren Rahmen als sonst, aber dennoch vom Veranstalter mit der selben Liebe vorbereitet, fand bereits zum sechsten mal die Motorradsegnung am Ratzersdorfer See statt.
Viele fromme Beter hatten sich eingefunden:
Doch diesmal gab es abgesehen vom Segen für Ross und Reiter auch den Segen für jenes Paar, welches sich am Vormittag erst das Ja-Wort gegeben hatte. Auch an dieser Stelle nochmals alles Gute für euren weiteren, gemeinsamen Lebensweg!
Daniela hatte ihre Engel dabei, welchen reißenden Absatz fanden. Auch der Veranstalter, Karl Heinz Himmelstein, scheute weder Wege noch Kosten, um ein Bildchen seines himmlischen Begleiters zu ergattern.
"Glauben und Vertrauen" war das Thema des Gottesdienstes.
Glaube heißt nicht: Ich nix wissen, deswegen muss glauben ...
Glaube heißt nicht: Ich denken dass, ... meine Meinung sein, dass
Glaube heißt vielmehr: Du gut Mann, ich glauben an dich!
Glaube heißt also: Ich baue auf dich, ich vertraue dir, ich vertraue darauf, dass du es gut mit mir meinst, Gutes für mich willst, Leben hast für mich, Leben, dass nicht mit dem Tod endet, dem der Tod seine Schranken setzt, sondern jenes Leben, das mächtiger ist als alles, größer als der Tod, dessen Fülle größer ist, als jede Grenze.
Dazu habe ich folgende Geschichte vorgelesen:
Im Bauch einer schwangeren Frau sind 3 Embryos. Einer davon
ist der kleine Gläubige, einer der kleine Zweifler und einer der kleine
Skeptiker.
Der kleine Zweifler fragt: Glaubt ihr eigentlich an ein
Leben nach der Geburt?
Der kleine Gläubige: Ja, klar, das gibt es. Unser
Leben hier ist nur dazu gedacht, dass wir wachsen und uns auf das Leben nach
der Geburt vorbereiten, damit wir dann stark genug sind für das, was uns
erwartet.
Der kleine Skeptiker: Blödsinn, das gibt`s doch nicht.
Wie soll denn das überhaupt aussehen - ein Leben nach der Geburt?
Der kleine Gläubige: das weiß ich auch nicht
so genau. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden
wir herumlaufen und mit dem Mund essen.
Der kleine Skeptiker: So ein Quatsch! Herumlaufen, das
geht doch gar nicht. Und mit dem Mund essen, so eine komische idee. Es gibt
doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Außerdem geht das gar nicht,
dass es ein Leben nach der Geburt gibt, weil die Nabelschnur schon jetzt viel
zu kurz ist.
Der kleine Gläubige: Doch, es geht bestimmt. Es wird
eben alles nur ein bisschen anders.
Der kleine Skeptiker: Es ist noch keiner zurückgekommen
von nach der Geburt. Mit der Geburt ist das leben zu Ende. Und das Leben ist
eine einzige Quälerei. und dunkel.
Der kleine Gläubige: Auch wenn ich nicht so genau
weiß, wie das Leben nach der Geburt aussieht, jedenfalls werden wir dann
unsere Mutter sehen und sie wird für uns sorgen.
Der kleine Skeptiker: Mutter?!? Du glaubst an eine Mutter?
Wo ist sie denn bitte?
Der kleine Gläubige: Na hier, überall um uns
herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar
nicht sein.
Der kleine Skeptiker: Quatsch! Von einer Mutter habe ich
ja noch nie was gemerkt, also gibt es sie auch nicht!
Der kleine Gläubige. Manchmal, wenn wir ganz still
sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt
streichelt.
Da fragt der kleine Zweifler: und wenn es also ein Leben
nach der Geburt gibt, wird der kleine Skeptiker dann bestraft, weil er nicht
daran geglaubt hat?
Der kleine Gläubige: Das weiß ich nicht. Aber
vielleicht bekommt er einen Klaps auf den Po, damit er die Augen aufmacht und
sein Leben beginnt.