home.jpg (1558 Byte)       Benedikt und die Benediktiner                                  
Von einer Person zu einem Orden

Benediktiner leben seit vielen Jahrhunderten nach der Weisung eines - wie schon sein Name sagt - von Gott gesegneten Mannes. Benediktus - "der Gesegnete", gründete und leitete eine Gemeinschaft von Gottsuchern - Mönchen genannt. Diesen seinen Mönchen hinterließ er eine Regel, um über seinen Tod hinweg das gute Miteinander im "Hause Gottes" (gemeint ist das Kloster) zu erhalten.

Auch wenn es heute die Gemeinschaft des Hl. Benedikt längst nicht mehr gibt, am Geist seiner Regel orientieren sich viele Ordensgemeinschaften: Benediktiner, Zisterzienser, Olivetaner, Silvestriner, Kamaldulenser, Trappisten ....................

Aber auch viele Menschen, die nicht in einem Kloster leben, haben Momente und Weisungen aus der Benediktusregel in ihr konkretes Leben und ihren Umgang mit den Mitmenschen aufgenommen.

Deshalb soll hier in regelmäßigen Abständen ein Kapitel seiner Regel vorgestellt werden.

Kapitel 58 "Vom Verfahren bei der Aufnahme der Brüder"

1 Wenn einer kommt, um ein klösterliches Leben zu beginnen, werde ihm der Eintritt nicht ohne weiteres gewährt.


2 Sondern man handle nach dem Apostelwort: Prüft die Geister, ob sie aus Gott sind.


3 Wenn also einer kommt und beharrlich weiter anklopft, und wenn es klar ist, dass er die schlechte Behandlung und die Schwierigkeiten des Eintritts mit Geduld erträgt, und dass er auch noch nach vier oder fünf Tagen auf seiner Bitte besteht


4 werde ihm der Eintritt gestattet, und er bleibe ein paar Tage in der Wohnung der Gäste.

 

 

5 Nachher kommt er in die Wohnung der Novizen, wo diese lernen, essen und schlafen.


6 Es wird für sie ein Älterer bestimmt, der die Fähigkeit hat, Seelen zu begleiten und mit großer Aufmerksamkeit über sie wacht.


7 Man achte sorgfältig darauf, ob der Kandidat wirklich Gott sucht, ob er Eifer hat für den Gottesdienst, für den Gehorsam und bei Verdemütigungen.


8 Man sage ihm offen alles Harte und Strenge auf dem Weg voraus, der zu Gott führt.
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