Konventgebäude und Jugendhaus
(und zurück, denn es gibt im Kloster noch mehr
zu entdecken!)
Für viele Menschen der interessanteste Teil des Klosters, wenn man davon ausgeht, was von den Touristen alles angestellt wird, um zumindest einen Blick hineinwerfen zu können (aber ich will doch eh nur schauen!!!; gehn´s bitte, lassen's mich doch rein;).
Der Konventbereich ist sozusagen das Wohn- Schlaf- und Esszimmer einer klösterlichen Gemeinschaft. Ein Bereich, in dem nicht die Mönche eingesperrt sind (die Türen sind nach außen ohne Schlüssel zu öffnen, aber wehe dem, der den Schlüssel vergißt; rumps wenn die Tür zu ist, ist sie wirklich zu) sondern die Nichtmönche ausgesperrt sind. Na ja, fast zu mindestens, denn Ausnahmen machen wir ziemlich viele!
Zum Beispiel gibt es da jährlich das Wochenende für Neugierige mit dem Titel "Göttweig Live", das sogar den weiblichen Neugierdsnasen ermöglicht, bis an das Bett einen Mönches vorzudringen. Na, neugierig geworden?? Abgesehen davon wird bei Festen wie Priesterweihen und feierlichen Professfeiern, für Verwandte und Freunde die Klausur aufgehoben. Und wenn sich einer meldet, der einfach ein paar Tage als Gast im Kloster mitleben möchte, um mal zu sehen, wie das so ist und was die da so tun, dann darf der nicht nur einen Moment in die Klausur hinein, sondern der darf da drin sogar wohnen. Da soll mir noch einmal wer sagen, wir sind verschlossen und verschworen.

Abgesehen von diesen offiziellen Möglichkeiten, gibt es natürlich auch noch andere, die sofort genützt werden, sobald sie sich ergeben. Einiges zum Schmunzeln soll hier noch folgen.
Heute, 10.09.03, habe ich mitten in der Klausur zwei alte Mütterchen - einander stützend - "entdeckt". Hilfe ringend riefen sie mir entgegen: "Bitte helfen sie uns, wir finden nicht mehr hinaus!" Auf die Frage, wie sie denn herein gefunden hätten sagten sie: "Na, durch die Türe!"